Aktuelles

Das Erinnern an das Attentat von Hanau ein Jahr danach – und warum es auch im Vogtland wichtig ist

Sie wurden am 19. Februar 2020 in Hanau ermordet: acht Männer und eine Frau, alle mit Migrationshintergrund, manche mit ausländischer, manche mit deutscher Staatsangehörigkeit. Der Jüngste war 21, der Älteste 44.
Dem Attentäter wurde eine schwere psychische Erkrankung attestiert. Aber er war angetrieben von der vergifteten Atmosphäre aus Hass und Hetze im Netz und auf der Straße. Sein Attentat wurde zurecht als rechtsextremer Terrorakt aus menschenfeindlichen und rassistischen Motiven eingestuft.

Nach Worten folgen Taten!
Hass und Hetze prägen nach wie vor viele Kommentarspalten in den sozialen Medien, aber auch Proteste auf den Straßen oder Reden in den Parlamenten. Wir stellen uns gegen jede Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Lernen wir endlich aus dem Attentat von Hanau, das sich leider in eine längere Reihe aus fremdenfeindlichen, rassistischen, menschenverachtenden, rechtsradikalen tödlichen Taten reiht.
Deshalb erinnern wir heute an die Opfer des Attentats in Hanau:

  • Ferhat Unvar
  • Mercedes Kierpacz
  • Sedat Gürbüz
  • Gökhan Gültekin
  • Hamza Kurtovi?
  • Kaloyan Velkov
  • Vili Viorel P?un
  • Said Nesar Hashemi
  • Fatih Saraço?lu

Wir rufen die Vogtländer:innen deshalb immer wieder auf, sich gegen Hass, Hetze und neonazistische Propaganda in sozialen Medien, in öffentlichen und persönlichen Gesprächen, bei Demonstrationen und Kundgebungen in der Öffentlichkeit usw. zu positionieren.
Auch wenn es derzeit für Viele von uns schwer ist und wir Gründe haben, unzufrieden und auch verärgert zu sein – Hass und Menschenverachtung lösen keine Probleme, sie erzeugen neue.
Und wenn die Plauener Neonazis diesen Sonntag wieder mal zu einer Demonstration aufrufen, erinnern wir daran, wie viel Leid rechtsradikales Gedankengut und rechtsradikale Taten bis in die heutige Zeit verursachen.

Die Mitglieder des Bündnisses für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage im Vogtlandkreis.